Aus dem Nähkästchen geplaudert · burda · Memademittwoch

MMM#46 Revisionen und allerlei Überlegungen (burda 121A-092018 und Tellerrock)

Es ist Memademittwoch und ich bin endlich mal wieder dabei! Momentan bin ich leider ziemlich blogfaul, was auch mit meiner neuen Stelle zusammenhängt- wenn man eh den ganzen Tag vor einem Bildschirm hängt, hat man abends einfach weder Kraft noch Zeit, das auch noch nach Feierabend zu tun…da setze ich mich lieber -sofern möglich- vor die Nähmaschine oder an die Stricknadeln…

Mein heutiges Outfit besteht aus einem neuen und einem alten Teil:

(meinen Kopf hätte ich auf dem ersten Foto gerne behalten, allerdings ärgerte mich beim Verpixeln meine Bearbeitungsapp…)

Das Wickelshirt burda 121A-092018 hatte es mir bereits in der Vorschau angetan. Passenderweise befand sich ein wunderschöner weinroter Strick mit minimalem Kunstfaseranteil seit dem Augsburger Nähbloggerinnentreffen in meinem Lager (nochmals danke an die „Spenderin“, die den Stoff auf dem Tauschtisch platzierte- gibt’s noch mehr davon?! :)). Bei dieser Version hatte ich das Shirt auf 60cm gekürzt, die Ärmel mit der Pivot-and-Slide-Methode verbreitert und die Armkugel um 1,5cm erniedrigt. Inzwischen gibt es auch eine zweite Version, bei der ich die Schultern verschmälert habe. Genäht ist das Teil auch recht schnell, einzig das Zusammennähen der Vorderteile kann für Verwirrung sorgen: Diese werden so aufeinandergelegt und zusammengenäht, dass die Naht nach dem Wenden verstürzt ist. Hier muss man einfach stur der Anleitung folgen.
Bei Wickelshirts besteht ja oft die Gefahr, dass die Wickelung aufklafft- durch das Reinstopfen in den Rock ist genug Zug auf den Vorderteilen drauf, sodass es keine unerwünschten Einblicke gibt.

Man kann ja viel über Burda meckern, aber ich finde, dass sie seit dem Redaktionswechsel und dem Neustart der Homepage auf einem sehr guten Weg sind. Aus meiner Sicht gibt es inzwischen weitaus weniger Gruselteile UND die Schnitte sind eher den entsprechenden Jahreszeiten am Zeitpunkt der Veröffentlichung angepasst (ich erinnere mich da noch an leichte, ärmellose Flatterkleidchen im tiefsten Winter…brrr).

Der Rock war mal ein Kleid, ich hatte es HIER schon mal gezeigt. Es war eine modifizierte Joan (Sew Over it) mit Tellerrock und Taschen. Der ausführliche Post dazu blieb leider aus, aber das Ding hing eh seit der Fertigstellung im Schrank. Eigentlich schade! Aber es war ehrlich gesagt einfach nicht tragbar, wenn frau sich normal bewegen möchte und z.B. einfach eine Türklinke drücken will. Die Arme saßen am Übergang zum Torso dermaßen spack, zudem sprengte ich das Futter am Rücken vom Reißverschluss. Hmpf! Jaaaa, ich hätte ein Probeteil machen können, aber naja…Der Schnitt ist vom Design her wunderschön, vielleicht werde ich ihn mir mithilfe anderer Schnitte „rekonstruieren“ (da lobe ich mir meine burda-Sammlung! ;)) . Nach einiger Zeit holte ich das Teil wieder aus dem Schrank, trennte das Oberteil ab und siehe da, es entstand ein einfacher, aber äußerst kombinierbarer Rock, der jetzt öfter das Tageslicht sehen wird. Ha! Ein wenig skeptisch bin ich allerdings noch, wie sich der Rock trotz hohem Wollanteil bei niedrigen Temperaturen macht- ob das von unten reinzieht?!

Ein weiterer Punkt: Wie sieht meine Garderobenplanung für die kalte Jahreszeit aus? Was wird sich durch den neuen Job verändern?
An meinem grundsätzlichen Stil wird sich wohl kaum etwas ändern. Eine Kleiderordnung ist nicht existent, ein Webstoff-Etuikleid wäre bereits too much. Es darf feminin sein, aber nicht niedlich UND ich brauche absolute Bewegungsfreiheit, falls ich den Bus verpasse und ein längerer Fußmarsch nötig ist. Dabei werden wohl schicke, flache Schuhe mein größtes Problem, bzw. diese erstmal zu finden… Das Tragen von Hosen wäre zum Glück nur bei Kundenterminen notwendig.
Insgesamt kann ich meine Winterteile aus der letzten Saison problemlos integrieren, jedoch ist mir momentan eher nach kombinierbaren Einzelteilen als nach Kleidern (vielleicht deshalb, weil es damit leichter „zwiebeln“ lässt).
Na gut, das ein oder andere Kleid aus Romanit dürfte dann doch einziehen, ansonsten brauche ich dringend Langarmshirts und Strickjacken!! Gerne mit Retro-Einschlag.
Wie machen das eigentlich die überzeugten Webwareträgerinnen unter euch? Mir ist das im Winter irgendwie zu kalt… o_O

Das war es von mir für heute, genießt die restliche Woche! 🙂

[Eine kleine Ankündigung zum Schluss: Den Oktober-Nähplausch lasse ich dieses Mal ausfallen, ich schaffe es einfach grad nicht…]

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8 Kommentare zu „MMM#46 Revisionen und allerlei Überlegungen (burda 121A-092018 und Tellerrock)

  1. Shirt und Rock gefallen mir sehr gut! Ich trage neben Hosen auch sehr gern Röcke und Kleider und halte es im Winter wie Frau Küstensocke: thermostrumpfhosen und wollene lange Buxe drunter. Ist prima!
    Lieben Gruß heike

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  2. Danke fürs Besprechen des Wickelshirts. Das steht nämlich auch auf meiner Liste. Das Shirt steht Dir super und sieht richtig kuschelig aus! Zwar würde ich mich auch eher als Webstofftante bezeichnen, da ich aber eher Hosenträgerin bin, stellt mich der Winter vor keine so große Herausforderung … LG Manuela

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    1. Dankeschön 🙂 Bin gespannt, wie dann deine Version aussieht!
      Mit der Passform meiner Hosen bin ich mal wieder am Mäkeln, aber wahrscheinlich fallen kleine Mängel „in freier Wildbahn“ sowieso nicht auf 😛
      LG Maria

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  3. Ja schöne flache Schuhe sind Sommer wie Winters nicht leicht zu finden. Ich mach da immer Stilbruch mit Boots (mit ein bisschen Glitzer) mit Lammfell, andernfalls bekomme ich nur kalte Füße.
    Aber im Winter trage ich sehr wenig selbst genähtes, da ist das gekaufte in meinem Schrank mehr meinen kuschelig und gemütlich Ansprüchen entsprechend. (Ich nähe irgendwie auch nur Sommermode)
    Und das Oberteil des Sew Over It Schnitt ist sehr hübsch, wäre doch schade wenn es da kein Kleid davon gäbe.

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  4. Im Winter trage ich immer Strumpfhosen oder auch Thermostrumpfhosen, die der Temperatur angepasst sind. Meine Unterkleider sind aus Polyester/Elastan. Es gibt auch Wollseiden-Jersey, der super wärmen soll. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Dazu immer Stiefel, wenn es ganz kalt ist dann fellgefüttert. LG!

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  5. Schönes Outfit! Wollröcke sind prima im Winter, ebenso Wollkleider. Bei mir sind ja alle Teile gefüttert, das ist bei sinkenden Temperaturen von Vorteil. Wenn es kälter wird, gibt es ein Unterkleid drunter – damit gehen auch Minusgrade ohne Probleme vor allem wenn über die Strümpfe noch eine Radler gezogen wird (so wie hier https://kuestensocke.blogspot.com/2017/12/weihnachtskleid-2017-wksa.html) . LG Kuestensocke

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