Auf den Nadeln · burda · Memade · Nähplausch · Stricken

Nähplausch/Auf den Nadeln, Juli 2017

Wer regelmäßig bei Julia von tuets.blogspot.de reinschaut wird dort bestimmt die regelmäßig erscheinende Strick-/Stoff-/Schnitt-Update entdeckt haben…und ich „darf“ das nachmachen :). Vor allem eine Übersicht über Nähprojekte, die in der Entstehung sind, hat mir hier bisher immer ein wenig gefehlt (wahrscheinlich liegt es daran, dass ich allgemein ein Faible für Entstehungsprozesse habe- den Stickvideos von Chanel könnte ich auf youtube stundenlang zugucken)…ob da auch bei anderen Bedarf besteht, sodass man eine Linkparty aufmachen könnte…?
Meine Übersicht wird wahrscheinlich nur einmal im Monat erscheinen, es wird auch nicht ganz so regelmäßig- je nach dem, wieviel in Leben 1.0 gerade los ist (sehen wir es als Experiment wie lange ich durchhalte ;)).

Stricken- Auf den Nadeln

Bei dieser Aktion habe ich schon seit ein paar Monaten nicht mehr mitgemacht, in letzter Zeit war es stricktechnisch mal wieder unglaublich spannend. NICHT. Also doch, irgendwie schon, es wurde mal wieder ein paar Socken für Herrn Fadenwechsel fertig, die genauso aussehen wie die letzten 2-3 Paar auch 😀 (bin ich froh, wenn von der Wolle nichts mehr übrig ist…Zur Abwechslung habe ich im Urlaub ein Paar für mich angefangen:

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So weit war ich nach der Rückfahrt und seitdem liegen sie im Beutel- aber das lag auch an der Hitzewelle. Interessant wurde es bei einem anderen angefangenen Projekt, dessen Anleitung „Your Vintage Jumper“ ihr als Freebie auf ravelry finden könnt:

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Das Rückenteil ist bereits fertig, beim Vorderteil fehlt auch nicht mehr viel bis zu den Ärmelabnahmen. Auch das Muster ist problemlos vor dem Fernseher zu stricken, aber es langweilt nicht und trotz 3mm Nadeln geht es relativ zügig. Allerdings musste ich weniger Maschen anschlagen, sonst wäre mir der Pulli zu sackig geworden (hinten 102M, vorne ca. 120M). Ich mache auch keine taillenformenden Zu- oder Abnahmen, das ergibt sich durch das Muster ganz gut von selbst. Hauptsache, er passt nachher zu meinen taillenhohen Röcken (siehe hier und hier).

Einzig bei den Ärmeln bin ich mir nicht sicher- kurz oder dreiviertellang?! Oder:V-Ausschnitt anstatt Rundhals?!

Insgesamt scheint die Anleitung ein gutes Grundmodell herzugeben. Auch wenn es länger dauert, arbeite ich irgendwie doch lieber mit dünnerem Garn (fingering oder dk).

 

UND ich habe sogar etwas fertig bekommen!!

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burda 165-122013
Die Kette habe ich im Tausch für eine Overlockhaube gemacht (eine Freundin hat sich erbarmt ;)). Anstelle des Gefummels in Runde 1, wo mit einer Fadenschlinge begonnen wird, habe ich als „Basis“ zuerst 12 feste Maschen und dann erst Reihe 1 gehäkelt (Magic loop…). Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich mit Perlen gearbeitet habe, aber dafür finde ich die Kette sehr gelungen. Das einzig wirklich nervige war die Materialsuche- das Originalgarn war sowas von kratzig (und im Laden auch nicht in schwarz zu finden), als Alternative fand sich ein BW-Garn von Rico mit Glitzerfaden. Die Perlen habe ich direkt bei Rayher bestellt, nachdem mir die freundliche Dame an der Servicehotline mit der Anzahl des Packungsinhaltes weiterhelfen konnte (100 Stück sind drin, 60 habe ich verbraucht).

Vielleicht zeige ich die inzwischen entstandenen UFOs das nächste Mal…ähem…

 

Auf dem Nähtisch

Hier liegt immer das ein oder andere. Beispielsweise mein Kleid für den FUSSA-Beitrag:

Mittlerweile sind die Temperaturen kurzerhand so gesunken, dass die Anproben einigermaßen erträglich sind (wie man sieht sitzt das Kleid recht körpernah, da ist so eine „Umarmung“ über 28°C doch eher unangenehm ;))

Was noch? Ich habe mich mal am Scout Tee von Grainline probiert:

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Ich fürchte fast, dass ich dafür den falschen Stoff gewählt habe (und hier somit ein halbfertiger Sack herumliegt…). Oder wir beide müssen uns noch anfreunden…?

Ebenfalls zugeschnitten (und fast fertig) liegt ein Kleid aus dem wunderschönen Tropenstoff vom Nähbloggerinnentreffen Stuttgart:

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Der Zuschnitt war aufgrund zu kleiner Räumlichkeiten etwas kompliziert- der Originalschnitt aus der burda 02/2017 sieht einen gekräuselten Tellerrock vor, ich habe einen 3/4-Teller „konstruiert“…allerdings fand sich hier nur erschwert ein Platz um den Stoff halbwegs vernünfig zuschneiden zu können! Dafür ging das Nähen ansonsten ziemlich fix und ich freue mich auf das fertige Kleid. Einzig mit der Länge bin ich mir noch nicht sicher, aber ich freue mich schon riesig auf das fertige Teil! (nur noch aushängen und säumen)

 

Errungenschaften (man könnte es neudeutsch auch „Hauls“ nennen ;-P)

Ein Rockabrunder! Das war schon überfällig!

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Eigentlich denkt man ja, dass im Laden gekaufte Artikel teurer sind- den Rockabrunder habe ich für 21€ im örtlichen Kurzwarenladen (Berger) bekommen. Das ist mehr als okay! Falls ich doch mal für Jacken eine längere Stange brauche, wird sich bestimmt was im nächsten Baumarkt finden.

 

Stoff darf natürlich auch nicht fehlen (VIS/PES/EL):

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Eigentlich wollte ich nur einen Meter. Zuhause nachgemessen hatte ich schlappe 1,40m vor mir liegen! (habe ich den Verkäufer so abgelenkt? ;D) Also gut, dann wird eben nicht nur eine Astoria daraus, sondern auch ein Zwilling des Leoshirts. Supi!

 

Textile Träumereien

Ich brauche noch eine Hose! Eine Jeanshose, aber bitte luftig und ohne große Anpassungsorgien! Hier und da habe ich es schon mal erwähnt, ich arbeite als Aushilfe im Labor und dazu gehören eben auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen wie geschlossene Schuhe und lange Hosen (hier Jeans). Das Material schützt zwar einerseits ganz gut gegen verschüttete Säuren oder heiße Reaktoren, andererseits schaffen wir bei uns mühelos >30°C in den Räumen…und ich bin eine Hitzemimose! Da ich die Ginger Jeans schon ein paar Mal genäht habe, kam mir der Gedanke, diese auf „Sailor Pants“ umzubauen, so wie dieses Modell:

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saksfithavenue.com

Sollte doch machbar sein?! Wobei Herr Fadenwechsel nicht so begeistert war…was meint ihr? (okay, die Schuhspitzen dürfen schon rausschauen…). Einziges Problem: Der Frankreichurlaub hat vor allem im Bauchbereich seine Spuren hinterlassen (die verpeisten Crêpes/Eiskugeln/etc. bleiben wohl doch nachhaltiger als gedacht)

 

Sonstiges:

Ich hatte einen interessanten Plausch mit den Besitzern des Stoffladens (Stoffmarkt Stuttgart)- und zwar wollte ich wissen, wie sie denn an Stoffe aus der Konfektion herankommen (vor meinem inneren Auge hatte ich sowas wie ebay für Stoffhändler im Kopf ;)). Im Prinzip werden sie von den Händlern kontaktiert und SO landet es dann im Laden. Was aber viel interessanter ist: Momentan scheint es (auch bei den Großhändlern) einen Trend zu geben, vorrangig in Europa produzierte Stoffe einzukaufen, anstatt auf den Container aus China zu warten. Letzteres scheint wohl in der Vergangenheit eher für einen Mehraufwand gesorgt zu haben- die Waren hängen am Zoll fest, es fehlen Papiere, längere Lieferzeiten, usw.
Des Weiteren scheinen die Kunden immer mehr Ware aus der EU nachzufragen und auch darauf Wert zu legen (wir reden hier von Produktionsländern wie Spanien, Portugal, Italien, in Deutschland läuft die Textilproduktion auch langsam wieder an). Einzige Ausnahme scheint wohl als Herkunftsland Pakistan zu sein, wo wohl viel Baumwolle angepflanzt und auch verwebt wird.

Warum ich das erzähle? Wir schauen mittlerweile verstärkt darauf, wo unsere Lebensmittel herkommen- wieso sollten wir genau das nicht verstärkt auch bei Textilien tun? 🙂

 

Das war’s an dieser Stelle, bis bald! 🙂

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8 Kommentare zu „Nähplausch/Auf den Nadeln, Juli 2017

  1. Wie ich mich freue, dass dir meine Idee so gut gefällt!
    Ich glaube, zum Vintage Pullover hast du vergessen, das Bild einzufügen. Aber auf Ravelry hat man ja eine Ahnung – sehr schön! Ich finde zum Muster passt ein Rundausschnitt besser.
    Das Tropenkleid ist ja irre schön, das würde ich mir gerne mopsen. Bin gespannt auf das fertige Teil!

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    1. Hoppla, da habe ich bei dem Pulli tatsächlich geschnarcht, jetzt sollte ein Bild zu sehen sein 🙂 (was meinst du zur Ärmellänge?)
      Ich hatte ja angedroht, dass ich sowas wie eine Projektübersicht machen will…
      Vom Tropenkleid darfst du dir gerne die Idee mopsen, der Rest bleibt bei mir ;D
      Liebe Grüße

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      1. Was hast du denn da für Material? Bei reiner Wolle mindestens 3/4 weil sonst dieses Dilemma von zu kurze Ärmel für Winter und zu warmes Material für Sommer droht.

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      2. Mhh, du hast Recht- ich habe noch im Kopf, dass das (Merino-) Wolle sein soll (war ein Mitbringsel von einem Markt in Norditalien), von daher wären 3/4-Ärmel tatsächlich vernünftig 🙂

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