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Film- und SerienSewAlong, Teil 3

Willkommen zum dritten Treffen des Film- und SerienSewAlong (FUSSA)! Den ersten und zweiten Teil hatte ich zu einem zusammengefasst (siehe HIER). Zur Erinnerung: ich hatte mich für ein Kleid aus der Januarburda im Stil von Claire Underwood (House of Cards) entschieden:

Burda 116-012017

Als die Vorschau des Heftes erschien, fiel sie bei vielen in der Burda-Facebookgruppe durch- ich verstehe gar nicht warum… 😉 Mittlerweile findet man bei den russischen Communitymitgliedern schon ein paar genähte Modelle und somit auch eine Rückenansicht. Bei mir sieht das inzwischen so aus:

 

 

Was soll ich sagen, der Schnitt ist von Burda mit drei Schwierigkeitspunkten ausgezeichnet (von vier) und es ist (bisher!) mit dem Nähen weitaus weniger schlimm als ich es mir vorgestellt hatte! Klar, ein bisschen Feintuning bei der Passform muss auf jeden Fall noch sein, aber da hatte ich schon bösere Überraschungen erlebt. Leider kann man erst genauere Angaben zur Passform machen, wenn man Oberteil und Rockteil incl. Ärmel zusammengesetzt hat (da verändert sich nochmal einiges). Bis zu diesem Stand habe ich erstmal nur an den Prinzessnähten unterhalb der Brust jeweils nochmal knapp 1,5cm abgenäht, die Ärmel verbreitert und in Richtung Taille eine Größe größer gewählt (als von 38 auf 40). Die Falten auf Hüfthühe erinnern mich ein kleinwenig an Kiemen… 😉
Immerhin ist es nun abends so „kühl“, dass man nicht nach einer Anprobe sofort in den nächsten Eisbottich springen muss (also bei 27°C und nicht allzu hektischen Bewegungen ;)). Ich habe noch eine interessante Eigenheit des Stoffes entdeckt: bei Nässe/Dampf riecht das Material nach nassem Schaf!? o_O (Wollstoffgemisch…). Dafür ist er beim Nähen äußerst kooperativ und fällt schön und der befürchtete abstehende „Bürzel“ am hinteren Volant blieb aus. Wahrscheinlich werde ich es noch um einige Zentimeter kürzen, momentan endet es an der breitesten Stelle meiner Wade (auf dem Foto sieht es anders aus). Bisher freue ich mich schon sehr auf die Fertigstellung meines „No-Bullshit“-Kleides, ein bisschen trägt es sich wie eine Rüstung… (meint ihr, das würde für ein Vorstellungsgespräch gehen?!). Im Prinzip fehlen nur noch der Reißverschluss, die Längenkorrektur, das Futterkleid und das Feintuning- das sollte bis zum Finale zu schaffen sein…(es wird Zeit, das Nähmantra anzustimmen: „Handnähte sind Freunde…Handnähte sind Freunde…“)

Ah, ich habe noch eine andere Frage speziell an diejenigen von euch, die Vintagekleidung nähen: In der letzten Zeit habe ich des öfteren etwas von „waist stay“ gelesen, also ein Ripsband mit Haken und Ösen, das innen befestigt wird damit alles an Ort und Stelle bleibt- macht das auch für Etuikleider Sinn?!

Wir sehen uns an dieser Stelle beim Finale wieder!

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9 Kommentare zu „Film- und SerienSewAlong, Teil 3

  1. Sieht ja schon sehr gut aus! Zum Waist stay: Hast du denn das Gefühl du musst was an Ort und Stelle halten? Eigentlich macht das eher Sinn bei schulterfreien Kleidern. Statt der Methode mit den Häckchen kann man aber auch einfach ein schmales Band bei der Taillennaht mitfassen, um der Naht stabilität zu geben (ähnlich wie man es auch manchmal bei Schulternähten macht) Dann leihert die Naht mit der Zeit nicht aus.
    Liebe Grüße, und weiterhin gutes Gelingen,
    yacurama

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    1. Dankeschön, das „Nahtband“ an der Taillennaht scheint wohl doch eher das zu sein, was ich eigentlich suche/brauche- wobei ich da auch „körperliche Besonderheiten“ zu haben scheine, aber das muss ich mir noch genauer anschauen (also hier ist das bisher nicht der Fall, aber oft passt es von der Taillenlinie her hinten ganz gut und vorne schiebt es sich hoch oder es fehlt Länge zur vorderen Taillenlinie…!? hmmm…)
      Liebe Grüße
      Maria

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      1. Schlimmer als meine Taillenlinie kanns nicht sein, die reinste Berg- und Talfahrt sag ich dir 😀 du kannst einfach einen schmalen Ledergürtel fest um die Taille schnallen und dann an der unterkante entlang die Taillenlinie nachfahren, so wird es ganz genau!
        Liebe Grüße,
        yacurama

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  2. Also wenn es gut wird, finde ich das Kleid für berufliche Anlässe sehr passend. Leider kann man nicht so viel sehen, da es hinten so unegal zusammengenietet ist. Änderungen wie Abnähen hätte ich im Vorfeld nicht gemacht. Ich musste erstmal googeln, was „waist stay“ wohl ist. Ich glaube, so ein Taillenband braucht man nur bei Büstierkleidern und habe immer gedacht, man nimmt dafür ein Gummiband mit Verschluss. Hier ist es sicher nicht nötig. Auf jeden Fall sollte man von außen keine Veränderung sehen können. Den Schnitt finde ich toll und wünsche dir, dass es gelingt! Frohes Schaffen! Regina

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    1. Dankeschön!! Yacuramas Vorschlag ist vielleicht doch eher das was ich suche, also ein Nahtband, das an der Taillennaht befestigt wird; zum Waist stay habe ich auch gelesen, dass das gerne für Kleider verwendet wird, die taillenabwärts noch ordentlich Gewicht haben und die Schulternähte das nicht alleine halten könnten, ohne dass es beult (bei manchen Modellen kommt ja bei Oberstoff, Unterfütterung, Einlage und Futter ordentlich Gewicht zusammen ;))
      LG Maria
      PS: Vielleicht sollte ich doch mal eine Ausbildung zum Schlangenmenschen absolvieren, dann kann ich auch ohne Hilfe Rückennähte halbwegs gerade zusammenstecken ;D

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