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Buchrezension „100x Outfit of the day“

Eine kleine Ansage vorweg: Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel bei Andrea alias Michou à la mode gewonnen und möchte/darf hierzu meine freie Meinung äußern, welche nicht durch die Autoren, den Verlag oder die nichtvorhandene Aussicht auf monetäre Vergütung beeinflusst wurde… 🙂

Als Hauptautor wird der dänische Stylist Mads Rønnborg genannt, zusätzlich finden sich einige eingestreute Textabschnitte von Andrea Instone (oben bereits verlinkt). Das Buch erschien im Topp Verlag.
Worum geht’s? Zu 15 verschiedenen Kleidungsstücken sollen Anregungen gegeben werden, wie diese Einsatz in einem Outfit finden können. Aber werfen wir mal einen kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis:


Zu sehen ist im Prinzip alles mögliche: Vom Etuikleid über den Plisseerock bis zur Jogginghose werden verschiedenste Teile aufgegriffen. Wie man dort (hoffentlich) bereits erkennen kann, werden die Kleidungsstücke nicht an Models oder Schaufensterpuppen gezeigt, sondern auf dem Boden drapiert und abfotografiert. Das finde ich ganz gut, da zumindest MICH die Mimik von Models schnell ablenkt (Beispiel? Ich denke immer, dass die junge Dame auf diesem Foto gleich niesen muss… :D).
Insgesamt treffen viele Outfitvorschläge meinen Geschmack, auch wenn ich einige nicht an mir vorstellen könnte- aber das sind ja oft zwei Paar Schuhe. Für Etuikleider habe ich ja eh eine Schwäche:

Interessant wurde es für mich vor allem bei den Teilen, die man zur Zeit nicht so oft zu Gesicht bekommt, wie beispielsweise Plissee-Röcke, Ponchos oder Marlenehosen (die witzigerweise viele toll finden, aber nur die wenigsten tragen…!?).
Auf der anderen Seite gibt es einige Outfits, die ich nicht verstanden habe oder bei denen ich ein nervöses Zucken in der Augenbraue bekam- wie zum Beispiel bei der Jogginghosenrubrik!

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Nee, Jogginghosen empfinde ich nicht als schick oder als DAS It-Piece; da helfen auch -wie im Buch vorgeschlagen- keine High Heels oder Blazer…
Oder aber weshalb wurde diesem Boyfriendhemd dieser seltsame Gürtel verpasst? (Oder ist es ein Klettergurt/Hundegeschirr/…?).

Ein Hingucker ist es allemal, aber da verspüre ich einen gewissen Erklärungsbedarf, ähnlich wie Nico von stilundart, bei der ebenfalls eine Rezension zu finden ist.

Wer sich oben das Inhaltsverzeichnis genauer angeschaut hat, wird auch die Übersicht von Andrea Instones Texten bemerkt haben. Hierbei werden jeweils über zwei Seiten hinweg Themen wie guter Stil, Trends oder auch Styling No-Gos angeprochen. Insgesamt würde ich all die in diesen Textblöcken angesprochenen Inhalte heftig nickend unterschreiben- eben deshalb, weil es sich nicht wie bei den üblichen Stilberatern um Vorschriften wie „tu dies nicht, kaschiere am besten jenes Körperteil und oh, DAS solltest du auf jeden Fall im Kleiderschrank haben“ handelt. Sie ermutigt dazu, sich auszuprobieren, den eigenen Stil zu finden und Stilregeln als Werkzeug zu verstehen und nicht als Einschränkung.
Das tut gut, fern von den üblichen Vorschriften und Ratgebern so etwas zu lesen, bitte mehr davon! 🙂 (Vielleicht ist bzgl. dieser Thematiken doch mal ein komplettes Buch fällig? Es muss ja nicht gleich den Umfang einer „Herr der Ringe“-Trilogie haben… ;))

Meine Empfehlung: Werft ruhig mal einen Blick rein und pickt euch das heraus was euch gefällt.

Eine letzte (stilphilosophische?) Frage, die sich mir am Ende auch stellt: Wie könnte eigentlich ein entsprechendes Pendant des Buches für Männer aussehen? Hmm….

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Ein Kommentar zu „Buchrezension „100x Outfit of the day“

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